
Das "Entscheidungsmanat"
Wenn Du nicht mehr weiter weißt
Die bisherige Situation ist nicht mehr tragbar.
Eine Alternative scheint es nicht zu geben.
Doch ist das tatsächlich so?
Vielleicht kostet dich deine Arbeit inzwischen so viel Kraft, dass du ans Kündigen denkst. Gleichzeitig bist du auf dein Einkommen angewiesen. Bleiben belastet dich, Gehen macht dir Angst. Je länger du versuchst, dich zwischen beidem zu entscheiden, desto enger wird es.
Ähnlich kann es in einer Beziehung sein oder wenn eine schwere Erkrankung bei dir oder einem Angehörigen bisherige Gewissheiten verändert. Die bekannten Möglichkeiten haben Folgen, die du nicht leichtfertig in Kauf nehmen willst. Gleichzeitig steigt der Druck. Deine Stimmung, deine Gesundheit oder die Menschen in deinem Umfeld bekommen ihn längst zu spüren.
Diese Spannung ist ein Störsignal. Sie sagt dir, dass du die Situation nicht weiter übersehen solltest. Sie sagt dir noch nicht, welche Entscheidung richtig ist.
Warum weiteres Nachdenken oft nicht ausreicht
Vielleicht hast du bereits viel abgewogen, Gespräche geführt und nach anderen Möglichkeiten gesucht. Trotzdem kommst du immer wieder zu denselben Antworten. Dann lohnt es sich, einen Schritt vor die Frage „Was soll ich tun?“ zurückzugehen.
Was ist tatsächlich los? Was davon weißt du sicher, was nimmst du an? Welche Frage versuchst du gerade zu beantworten? Und was müsste sich eigentlich ändern, damit dein Leben wieder zu dir und deinen Verantwortlichkeiten passt?
Wer nur zwischen Kündigen und Bleiben wählt, prüft zwei Wege. Ob einer davon zum Ziel führt, lässt sich erst beurteilen, wenn dein
Standort und das Ziel klar sind. Das gilt ebenso für andere folgenreiche Entscheidungen.
Abwarten kann sinnvoll sein, wenn du auf eine bestimmte Information wartest. Doch solange die belastenden Bedingungen weiterbestehen, wirkt die Situation weiter auf dich. Eine unvollständig erfasste Lage wird durch wiederholtes Grübeln selten genauer. Du musst deshalb nicht vorschnell entscheiden. Du kannst anfangen, die Grundlage deiner Entscheidung zu klären.
Was wir im Entscheidungsmandat tun
Im 1:1 arbeiten wir an deiner konkreten Situation. Ich frage nach, wenn etwas selbstverständlich klingt, greife Widersprüche auf und prüfe mit dir, ob du wichtige Zusammenhänge bislang übersehen oder Möglichkeiten zu früh ausgeschlossen hast.
Unsere Arbeit verläuft in vier Schritten:
-
Standort bestimmen: Wir erfassen die Situation, den Druck und die Frage, die tatsächlich beantwortet werden muss.
-
Ziel klären: Wir arbeiten heraus, was sich für dich ändern soll – und welche Bedürfnisse, Verpflichtungen und Grenzen dabei zählen.
-
Wege prüfen: Wir trennen Tatsachen von Annahmen, holen fehlende Informationen in den Blick und untersuchen Möglichkeiten samt ihren Folgen.
-
Entscheiden und handeln: Du bestimmst, welchen Schritt du verantworten kannst. Wir klären, was dafür als Nächstes zu tun ist.
Die Schritte geben uns eine Richtung. Wie viel Raum jeder davon braucht, richtet sich nach deiner Lage. Manchmal wird ein bisher übersehener Weg sichtbar. Manchmal bleibt eine bereits bekannte Möglichkeit bestehen – nun aber aus Gründen, die du geprüft hast und vertreten kannst.
Warum ich zuerst nach dem Ziel frage
Meine Arbeit im Jobcenter machte mir lange Freude – besonders die Gespräche mit den Menschen, die ich beriet. Gleichzeitig erschwerten die institutionellen Anforderungen zunehmend genau diese Arbeit.
Neben meinem Beruf war ich Mutter und Tochter kranker Eltern. Diese Verantwortlichkeiten mussten im Alltag zusammenpassen. Die vereinbarten Homeoffice-Zeiten waren dafür wichtig, zumal ich für meine Arbeit in der Außenstelle einen langen Anfahrtsweg hatte. Als sie wegfallen sollten, war meine erste Reaktion: Dann gehe ich eben.
Bevor ich diesen Schritt ging, habe ich klar benannt, was für mich nicht mehr passte und was ich gebraucht hätte, um bleiben zu können. Ich wollte weiterhin sinnvoll arbeiten und zugleich meiner Verantwortung als Mutter und als Tochter kranker Eltern gerecht werden. Dafür musste mein Arbeitsalltag anders gestaltet sein.
Zu einem Gespräch mit der Geschäftsführung über diese Möglichkeiten kam es nicht. Meine Teamleiterin konnte darüber nicht entscheiden; sie teilte mir mit, dass die Entscheidung feststand. Damit blieb ich bei meinem ersten Gedanken und ließ mich beurlauben.
Mein Mann trug die Entscheidung mit. Wir konnten auf mein Gehalt verzichten, mussten uns zunächst jedoch finanziell einschränken. Ich habe genauer überlegt, wofür ich Geld ausgab – auch bei etwas so Alltäglichem wie Büchern.
Gleichzeitig bin ich inzwischen ausgeruhter und belastbarer. Meine Gesundheit und meine Beziehungen profitieren davon, dass ich nicht mehr ständig unter Zeitdruck stehe. Für mich sind diese Veränderungen die finanziellen Einschränkungen wert.
Meine erste Idee war also auch meine Entscheidung. Aber erst nachdem ich geprüft hatte, was ich zum Bleiben brauchte, ob das möglich war und welche Folgen das Gehen für mich und meine Familie haben würde.
Was zum Mandat gehört
Wir arbeiten in acht Gesprächen à 90 Minuten innerhalb von maximal zwölf Wochen zusammen. Zwischen den Gesprächen gehe ich das Besprochene durch, arbeite mich bei Bedarf in unbekannte Themen ein und bereite die Fragen vor, die uns weiterbringen.
Unsere Erkenntnisse halten wir während des Mandats in einem gemeinsamen Arbeitsdokument fest. Es beginnt mit der Standortklärung und wird nach den Arbeitsabschnitten ergänzt. Darin wird sichtbar, was geklärt ist, welche Fragen offen sind, welches Ziel sich herausgebildet hat und worauf die nächsten Schritte beruhen. Du kannst diesen Stand prüfen und ergänzen.
Für kurze Rückfragen zum laufenden Prozess bin ich zwischen den Gesprächen per E-Mail erreichbar. Fragen, die eine ausführlichere Klärung brauchen, nehmen wir in eines unserer Gespräche auf.
Meine sensitive und mediale Wahrnehmung ist Teil meiner Arbeit. Spezielle Verfahren wie TranceSpeaking oder TranceHealing sind kein fester Bestandteil des Entscheidungsmandats; ob eines davon in deiner Situation sinnvoll ist, besprechen wir gegebenenfalls gesondert.
Was am Ende steht
Du hast deine Situation genauer erfasst, dein Ziel geklärt und die möglichen Wege mit ihren Folgen geprüft. Daraus kann eine verantwortete Entscheidung mit konkreten ersten Schritten entstehen. Wenn eine wesentliche Auskunft von außen noch fehlt, halten wir stattdessen fest, welche Frage offen ist, wer sie klären kann und was danach zu entscheiden ist.
Das erste Mandat endet nach spätestens zwölf Wochen. Wenn du für die Umsetzung oder für später eintreffende Informationen weitere Gespräche brauchst, kann anschließend eine gesonderte Nachhaltephase vereinbart werden.
Honorar für das Entscheidungsmandat: 2.500 €
Entscheidungsmandat anfragen
Schildere mir per E-Mail kurz, in welcher Situation du feststeckst und was sich für dich nicht länger aufschieben lässt. Wenn du die ersten Fragen lieber telefonisch klären möchtest, kannst du eine Telefonnummer und ein passendes Zeitfenster angeben.
Ich melde mich bei dir, damit wir klären können, ob ich dein Anliegen übernehmen kann und wann ein Beginn möglich ist. Nach unserer Vereinbarung erhältst du die Rechnung und wir legen den ersten Termin fest.
Entscheidungsmandat anfragen
